Eine aktuelle Ifop-Studie zeigt, wie wir heute flirten und warum Dating-Portale boomend beliebt bleiben. Jeder Vierte hat es schon probiert – genaue 26 % verraten spannende Einblicke in ihre Dating-Gewohnheiten.
Wie verändern Singlebörsen unseren Beziehungsalltag? Eine aktuelle Ifop-Studie beleuchtet das Dating-Verhalten im Netz: Wer tummelt sich eigentlich auf den Portalen, und was treibt die Singles an? Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick.
Jeder vierte Franzose datet mittlerweile online
Stolze 26 Prozent der Franzosen waren laut Umfrage schon mal auf einer Dating-Plattform oder passenden App registriert. Vor allem der Blick zurück zeigt, wie rasant der Trend wuchs: 2006 lag der Wert noch bei bescheidenen 11 Prozent. Den absoluten Spitzenwert liefert die Gen Z – bei den 18- bis 24-Jährigen greifen mittlerweile 36 Prozent zum Smartphone, um die Liebe zu suchen.
Haupttreiber dieser Entwicklung ist zweifellos die Verbreitung von Smartphones, die das Web immer und überall verfügbar machen. Spannend dabei: Klassische Web-Versionen und mobile Apps liegen mit einer Nutzung von jeweils rund 22 Prozent fast gleichauf.
Vom virtuellen Chat zum echten Date – kein Selbstläufer
Inzwischen durchmischen sich auf den Singlebörsen sämtliche gesellschaftlichen Schichten. Dennoch zeigt die Statistik: Die Nutzung ist besonders populär in handwerklichen und angestellten Berufen (42 % der Arbeiter und Angestellten).
Doch vom ersten Swipe zum Date im Offline-Leben ist es ein steiniger Weg. Gerade einmal 57 Prozent der registrierten Singles können von sich behaupten, durch die App tatsächlich schon mal ein reale Date gehabt zu haben.
Erfolgschancen: Wer hat es schwer, wer hat leichtes Spiel?
Nicht für jeden läuft die Online-Suche wie am Schnürchen. Heterosexuelle Männer beißen erstaunlich oft auf Granit – nur 48 Prozent landen hier einen echten Treffer. Erschwerend kommen Alter und Wohnort hinzu: Ein Mittfünfziger auf dem Land hat beim virtuellen Verkuppeln spürbar schlechtere Karten.
Ganz anders sieht die Bilanz bei den Frauen aus: 63 Prozent verbuchen hier rasch Erfolge. Je nach Altersgruppe und sexueller Orientierung schießen die Quoten sogar durch die Decke – homosexuelle Frauen in den Dreißigern knacken laut Umfrage die 90-Prozent-Marke bei der Partnersuche.
Der schmale Grat zur Dauerschleife
Keine Frage, das digitale Flirten kann auch Schattenseiten haben. Rund 29 Prozent der Befragten räumten ein, dem Dating-Fieber schon mal verfallen zu sein und regelrechte Sucht-Tendenzen entwickelt zu haben – wobei Männer (19 %) hier etwas anfälliger zu sein scheinen als Frauen (12 %).