Beim Stichwort „Ghosting“ läuft vielen Dating-App-Nutzern ein kalter Schauer über den Rücken: Plötzlich bricht der Kontakt ab, Nachrichten bleiben unbeantwortet und das Profil ist weg. Einfach abgetaucht wie vom Erdboden verschluckt.
Beim Gedanken an „Ghosting“ läuft wohl jedem Single auf Dating-Apps ein kalter Schauer den Rücken herunter: Gemeint ist damit das schlagartige und kommentarlose Abtauchen. Da wird eine Nachricht ignoriert, plötzlich ist das Profil weg – und zurück bleibt absolute Funkstille. Die Person scheint sich buchstäblich in Luft aufgelöst zu haben. Genau daher leitet sich auch der Begriff ab (vom englischen Wort „ghost“ für Geist).
Warum lassen manche Menschen einfach so den Vorhang fallen?
Hinter diesem Phänomen stecken meist ganz bestimmte Motive. Das Wichtigste vorab: In den allermeisten Fällen hat das absolut gar nichts mit dir zu persöhnlich zu tun!
- Der bequeme Weg im Netz: In unserer digitalen Bubble ist es verlockend einfach, unangenehmen Aussprachen zu entgehen. Viele nutzen Ghosting schlicht als feiges Hintertürchen, um sich vor einem konfrontierenden Gespräch zu drücken und den vermeintlich konfliktfreiesten Schnitt zu machen.
- Die Angst vor schmerzhaften Worten: Klingt paradox, kommt aber vor – manche tauchen ab, weil sie fürchten, mit Ehrlichkeit zu tief ins Schwarze zu treffen. Sie hüllen sich lieber in eisiges Schweigen, in dem trichrügerischen Glauben, damit allen Beteiligten einen Gefallen zu tun.
- Mangelnde emotionale Reife: Mal ehrlich, hinter Ghosting steckt oft schlicht unreifes Verhalten. Wer nicht gelernt hat, Konflikte und das Beenden von Kontakten erwachsen zu meistern, ergreift eben die Flucht, anstatt Farbe zu bekennen.
- Das Überangebot an Optionen: Auf Dating-Plattformen wie freemeet herrscht naturgemäß eine riesige Auswahl. Wer parallel mit gleich mehreren Usern schreibt, verliert schnell den Fokus und konzentriert sich plötzlich voll auf jemand anderen – ohne den Anstand zu besitzen, den Rest der Kontakte kurz upzudaten.
Wie kommt man über einen Korb der schweigenden Sorte hinweg?
Vom Match zum Phantom – das tut weh. Zweifel, Frust und nagende Selbstzweifel sind völlig normal. Mit diesen Schritten schüttelst du den Frust wieder ab:
- Nimm es nicht persönlich!: Wer ghostet, offenbart vor allem die eigenen Baustellen. Es ist absolut kein Zeugnis über deinen Marktwert oder Charakter. Der Cut sagt schlicht null über dich, dafür umso mehr über den „Ghoster“ aus.
- Tatsachen annehmen: Hake es ab. Akzeptiere, dass eine Entschuldigung oder Erklärung ausbleiben wird. Jede Sekunde, die du verschwendest, um dem fehlenden Statement hinterherzutrauern, ist vergebens.
- Fokus auf dich selbst: Verstrick dich nicht in endlose Gedankenschleifen. Lenk dich ab, triff dich mit deinen Besties, widme dir deinen Lieblingshobbys und mach dir klar: Solche miesen Erfahrungen definieren nicht, wer du bist.
- Nach vorne blicken: Wenn der Akku wieder aufgeladen ist und du dich danach fühlst, schau einfach wieder bei freemeet vorbei. Auch wenn es gerade schmerzt – solche Durststrecken machen dich im Dating-Dschungel am Ende nur tougher und resilienter.
Ghosting gehört heutzutage leider zum bitteren Alltag des Online-Datings. Wer jedoch versteht, was in den Köpfen der Silent-Abtaucher vorgeht, kann den Schock schneller verdauen und unbeschwert das nächste Kapitel aufschlagen.