Im Dating-Slang nennt man es 'Opener' – hier ist der erste Teil unserer großen Serie zum Thema Frauen ansprechen.
Der erste Artikel unserer Reihe zum Thema Ansprechen – im Englischen auch als Opening bekannt. Ganz egal, welche Flirt-Taktik du bevorzugst: Irgendwann musst du auf eine Frau oder eine Gruppe zugehen.
Warum fangen wir ausgerechnet mit den verschiedenen Annäherungstypen an? Ganz einfach: Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass rund 90 % der Männer wie folgt vorgehen:
Sie überhäufen ihr Gegenüber direkt mit einem Kompliment nach dem Motto: „Hi, ich muss dir einfach sagen, dass ich dich unglaublich attraktiv finde.“ Das kann durchaus funktionieren und ist sogar eine der Methoden, auf die wir im weiteren Verlauf noch eingehen werden. Das Problem dabei: Es erfordert eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein und vor allem eine absolut stimmige Körpersprache – Dinge, die den meisten Anfängern schlichtweg fehlen.
Oder sie greifen zu einem der abgenutztesten Klischees überhaupt: Sie spendieren einen Drink, bevor überhaupt ein Wort gewechselt wurde. Wenn das bisher dein Vorgehen war, gewöhn es dir am besten sofort ab. In 99,9 % der Fälle führt das ins Nichts.
Kommen wir also zu den wesentlichen Ansätzen, die wirklich Sinn ergeben:
Der funktionale Ansatz
Das ist die simpelste Variante. Du bittest die auserwählte Frau um eine ganz alltägliche Auskunft wie „Wie viel Uhr ist es?“ oder „Weißt du, wie man zum … kommt?“.
Der Vorteil: Das klappt im Grunde immer, fast jede Frau gibt dir bereitwillig eine kurze Antwort. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass das Ganze sehr oberflächlich bleibt und der Sprung zu einem echten, normalen Gespräch manchmal eine echte Herausforderung sein kann.
Dennoch eignet sich diese Methode perfekt, um auf einer Party erst einmal in Schwung zu kommen. Auch im Ausland ist das ein genialer Trick: Allein die Tatsache, dass du sie nicht in ihrer Muttersprache ansprichst, liefert sofort einen natürlichen Aufhänger – zum Beispiel, woher du eigentlich kommst.
Nach der Meinung fragen
Hierbei sprichst du eine Gruppe an und holst dir ganz unkompliziert deren Einschätzung zu einem bestimmten Thema ein. Inhaltlich sind dir dabei praktisch keine Grenzen gesetzt – lass deiner Fantasie freien Lauf! Vermeide am besten nur Fragen, die sich mit einem simplen Ja oder Nein beantworten lassen, da du das Gespräch danach nur schwer am Laufen halten kannst.
Genau das ist die Taktik, die wir Einsteigern wärmstens empfehlen. Du nimmst eine völlig neutrale Perspektive ein und wirkst auf die Gruppe daher keineswegs wie eine bedrohliche Nummer (ganz im Gegensatz zum Klassiker „Darf ich dir einen ausgeben?“, bei dem sofort jeder weiß, was Sache ist).
Ein paar praktische Beispiele:
„Mein Kumpel Arnaud hier (du deutest auf deinen Begleiter) hat sich gerade von seiner Freundin getrennt. Wie lange sollte er eurer Meinung nach warten, bevor er seine beste Freundin nach einem Date fragt?“
„Ist Küssen eigentlich schon Fremdgehen?“ (Ein echter Klassiker, der immer zieht)
Der Situationsansatz
Dieser Ansatz ist herrlich unkompliziert: Du nutzt einfach etwas aus deiner unmittelbaren Umgebung als Aufhänger. Das kann ihr Drink sein, der gerade im Hintergrund laufende Song oder eine Begebenheit vor Ort. Das klingt im ersten Moment denkbar einfach, verlangt aber nach zwei wichtigen Grundregeln:
Da diese Methode extrem naheliegend ist, wird sie auch von Leuten genutzt, die noch nie einen Ratgeber zur Verführung gelesen haben. Versuche also, bei deinen Beobachtungen ein wenig kreativ zu sein.
Das Wichtigste überhaupt ist hier die Spontaneität. Wenn du eine Frau siehst, bei der sich ein solcher Aufhänger anbietet, fackle nicht lange, sondern geh sofort hin.
Der universelle Ansatz
Oder anders ausgedrückt: Wie man dating-tauglich wird, ganz ohne verkopfte Techniken. Ich erinnere mich noch, wie ich mit ein paar Anfängern über verschiedene Ansprech-Methoden sprach und ihnen den Tipp mit der Meinungsfrage gab. Ihre Reaktion war jedes Mal dieselbe: „Okay, aber … was genau sage ich dann?!“
Wenn du dich im entscheidenden Moment genau das Gleiche fragst, ist diese Methode wie für dich gemacht. Bist du bereit? Hier ist der einzige Satz, der garantiert immer funktioniert, selbst wenn dir absolut nichts einfaches mehr einfallen will.
« Hallo. »
Das war’s. Mehr braucht es nicht. Aber auch hier gilt: Vorsicht! Diese Variante setzt voraus, dass du vor Selbstsicherheit nur so strotzst und über eine exzellente Körpersprache verfügst.
Der direkte Weg
Kommen wir zum letzten Typ: der direkten Annäherung. Das sind Aussagen wie:
« Ich finde dich wahnsinnig attraktiv und musste dich einfach ansprechen. »
« Du bist mit Abstand die faszinierendste Frau hier im ganzen Raum. »
Das kann zwar extrem wirksam sein, birgt aber gleichzeitig das größte Risiko. Dein Gegenüber muss in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden, ob sie sich darauf einlässt oder nicht. Da sie abgesehen von deinem äußeren Auftreten und diesen wenigen Worten noch rein gar nichts über dich weiß, ist eine souveräne und einnehmende Körpersprache hier absolute Pflicht.
Die Ansprechangst für immer besiegen
Das größte Hindernis für die meisten Neulinge ist schlicht und einfach die Furcht vor einem Korb. Man tappt dabei extrem schnell in eine psychologische Abwärtsspirale: Du erspähst eine interessante Gruppe, gehst ein paar Schritte näher – und machst im allerletzten Moment einen Rückzieher, weil dein Kopf dir plötzlich tausend Ausreden liefert: Sie sieht eigentlich gar nicht so toll aus; der Aufwand lohnt sich nicht; sie steht bestimmt mit ihrem Freund hier, und so weiter. Also ziehst du den Schwanz ein. Deine Motivation sinkt spürbar, beim nächsten Versuch fällt es dir noch schwerer, und am Ende resignierst du komplett und lässt es ganz bleiben.
Warum erfindet unser Gehirn all diese fadenscheinigen Gründe? Das ist nichts weiter als ein natürlicher Schutzmechanismus, der dich vor unangenehmen Situationen bewahren will – etwa davor, plötzlich vor einer Gruppe Fremder zu stehen und ins Stottern zu geraten. Es ist genau das mulmige Gefühl, das du auch kurz vor einem Bungee-Sprung im Magen hast.
Wie kommst du da wieder raus? Die Wunderwaffe heißt Gleichgültigkeit. Du bist ein cooler Typ, du weißt, wer du bist und was du willst, richtig? Stell dir einfach mal vor, du würdst heute Abend von jeder einzelnen Gruppe, die du ansprichst, abgewiesen werden. Das wäre vermutlich nicht der geilste Abend deines Lebens. Aber ändert das auch nur im Geringsten etwas an deiner Person? Natürlich nicht.
Genau deshalb solltest du jede einzelne Situation mit einer absoluten Gleichgültigkeit gegenüber dem Ausgang betreten. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Angst verpufft, weil das Ergebnis ja ohnehin egal ist, und genau diese entspannte Grundhaltung wirkt auf Frauen extrem anziehend.
Es geht um Gruppendynamik
Ein typischer Schwachpunkt vieler Ratgeber ist, dass sie gebetsmühlenartig erklären, wie man eine einzelne Frau anspricht. Aber mal ehrlich: Wann hast du zuletzt eine Frau ganz alleine in einer Bar oder im Club gesehen? Eben, das kommt so gut wie nie vor.
Du musst also lernen, mit Gruppen umzugehen. Erste goldene Regel: Marschiere niemals frontal auf eine Gruppe zu, indem du womöglich quer durch den Raum läufst und dein Ziel direkt fixierst. Das wirkt einschüchternd und sorgt fast garantiert für eine sofortige Abfuhr. Annäherung funktioniert immer über die Flanke: Sprich leicht über deine Schulter hinweg und verrenke dich nicht. Rede laut genug, dass dich alle verstehen – übe das zur Not einfach mal zu Hause vor dem Spiegel.
Ein weiterer klassischer Fehler besteht darin, ausschließlich mit der auserwählten Zielperson zu reden und den Rest der Begleitung zu ignorieren. Stell dir vor, du stehst auf einer Party vor einer Fünfergruppe Mädels und flirtest dich erfolgreich durch. Super – nur dass die Mädels nach einer Stunde aufbrechen müssen. Da du keinen Draht zum Rest der Truppe aufgebaut hast, stehst du im nächsten Moment alleine da, ohne auch nur ihre Nummer bekommen zu haben.
Richte deinen Einstieg bei einer Gruppe deshalb immer an ALLE Anwesenden, die männlichen Begleiter eingeschlossen. Und noch ein Profi-Tipp: Sprich deine eigentliche Zielperson nicht einmal als Erstes an. Wenn sie offenkundig die Attraktivste der Runde ist, wende dich stattdessen zuerst an ihre etwas unauffälligere Freundin. Das bricht gewohntes Terrain auf und lässt die attraktive Dame, die es gewohnt ist, immer sofort umgarnt zu werden, erst einmal hellwach aufhorchen.
Und was kommt als Nächstes?
Sobald der erste Eisbrecher sitzt, gilt es, nahtlos in ein entspanntes Gespräch überzugehen. Doch das heben wir uns für einen der kommenden Beiträge auf. Bis dahin: Raus mit dir und üben, üben, üben!